«Mein bester Freund war der Kühlschrank!»Frau Saxer, warum wollten Sie abnehmen? „Ich hatte wirklich ein enormes Gewichtsproblem. Mit 19 Jahren wog ich 146 Kilo, definitiv fast doppelt so viel wie mein Idealgewicht. Ich konnte mich kaum mehr bewegen, hatte Probleme mit meinem Kreislauf. Hinzu kamen Kopf- und Rückenschmerzen. Sie können sich sicher auch vorstellen, dass ich mit diesem Übergewicht nicht das normale Leben eines unbeschwerten Teenagers führen konnte.“ Seit wann hatten Sie Gewichtsprobleme? „Ich war nie wirklich schlank. In meiner Kindheit hielt sich das Gewicht jedoch noch in einer normalen Grenze. Als ich nach einem Wohnortswechsel in die Oberstufe kam, fingen die Hänseleien an. Ich war das Mobbingopfer der ganzen Klasse. Die Ausgrenzung aufgrund meines Übergewichts war wirklich schrecklich. Ich bekam regelmässig Prügel, musste die Hausaufgaben für die ganze Klasse erledigen und der Gipfel; kein Lehrer wollte mir helfen! Trost gab mir in dieser Zeit vor allem der Kühlschrank – damals mein bester Freund. Selbstverständlich wurde ich immer dicker und dicker… Ich habe sehr viele Diäten ausprobiert: FdH, Ananas-Diät, Slimfast, Fasten und diverse „Heftlidiäten“. Diese Diäten brachten mir immer einen kurzfristigen Erfolg, danach kam jedoch immer ein gewaltiger Jojo-Effekt.“ Warum haben Sie sich für das Rohner-Konzept entschieden? „Mein Onkel hat zuerst mit dem Rohner-Konzept begonnen und hatte schon nach kürzester Zeit einen beachtlichen Erfolg. Er schenkte dann meiner Mutter ein Rohner-Ticket zum Geburtstag. Auch mein Mami hat sehr schnell und viel abgenommen. Zu dieser Zeit ass ich schon dasselbe wie meiner Mutter und konnte bereits feststellen, dass meine Hosen lockerer sassen. Ganz ohne mein Zustimmen wurde auch ich von meiner Mutter bei Dr. Rohner angemeldet. Ich freute mich riesig endlich auch richtig zu „Rohnern“! “ Wie erging es Ihnen beim Abnehmen? „Ich war so froh, dass ich nicht Hungern musste. Bei allen vorangehenden Diätversuchen litt ich grosse Hungerqualen! Ich finde es auch ganz toll, dass man z.B. ein Rahmquark essen darf. Meine Kopf- und Rückenschmerzen wurden immer weniger und allmählich fing ich auch wieder an, mich körperlich zu betätigen. Ich gehe heute sehr gerne schwimmen, skaten und tanzen. Im Winter beginne ich mit Snowboarden.“ Wie fühlen Sie sich heute? „Ich fühle mich bereits sehr gut. Nun habe ich noch rund 20 Kilo vor mir, die ich auch noch schaffen werde. Das Kleiderkaufen ist heute wirklich bereits ein Traum, endlich gibt es für mich auch andere Läden als Ulla Popkens. Die schlabberigen T-Shirts gehören nun definitiv der Vergangenheit an. “ Wie reagierte Ihr Umfeld? „Meine Familie ist sehr stolz auf mich. Meine kleine Schwester geht auch gerne mit mir Shoppen und unterstützt mich ganz toll! Im Geschäft, im bin Confiseur-Verkäuferin, ist es manchmal schon komisch. Die Kunden fragen mich, wie denn das Brot oder ein Praliné schmeckt. Ich weiss es ehrlich gesagt nicht, erzähle dann aber, wie es mir andere Kunden oder meine Arbeitskolleginnen beschrieben haben. Viele fragen mich auch, wie ich es denn schaffe, den ganzen Tag so viele Leckereien anzuschauen ohne auch nur einen Bissen davon zu essen. Für mich ist es ganz klar, entweder halte ich mich ans Rohner-Konzept oder ich werde wieder so dick wie früher. Da ist es doch ganz klar, wofür ich mich entscheide, oder?“ |
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